Die Historischen Weine kommen von den
Weinbergen Massandras, die sich entlang
der Südostküste zwischen den Bergen
der Halbinsel Krim und des Schwarzen
Meeres erheben. Der Massandra-Wein ist
ein kräftiger, süßer Dessert- und Aperitifwein,
der bei idealer Lagerung über
100 Jahre genießbar sein kann. Die Weine
des Zaren Nikolaus II und seines Kellermeisters
Alexsandrowitsch Jegorow
haben die Oktober- und Kontrarevolution,
zwei Weltkriege, die Jaltakonferenz sowie
alle Nachkriegszeit-Bewegungen überlebt,
bis sie schließlich bei Sotheby´s
1991 versteigert worden sind. Wir bieten
Ihnen edelsüße Dessertweine und gute
Portweine aus den Kellern des russischen
Zaren (Jahrgänge von 1905 bis 1945).
Jede einzelne von uns vertriebene Weinsorte
wurde bei Sotheby´s degustiert und
auf ihren Zustand hin untersucht.
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Geschichte des Weingutes von Zar Nikolaus II.
Jalta ist der wohl berühmteste Ort auf der Halbinsel Krim, dem südlichsten Zipfel des russischen Reiches im Schwarzen Meer. Michael Moronzow, damals einer der reichsten Männer des Russischen Reiches und Besitzer riesiger Ländereien, ließ um 1830 die ersten Weinberge anlegen und importierte für die Krim neue Rebsorten wie Sémillon, Aligoté, Pedro Ximenez und Cabernet Sauvignon. Im benachbarten Dörfchen Massandra ließ sich einige Jahre später, zwischen 1894 und 1897, Zar Nikolaus II. in der Nähe seines Sommerpalastes Livada, angeregt durch die Aktivitäten seines Nachbarn Worozow, sein eigenes Weingut bauen.
Bergarbeiter trieben tiefe Stollen in den Felsen; auf drei Ebenen befinden sich jeweils sieben Stollen mit idealen Lagerbedingungen: Die Temperatur variiert um weniger als 1 Grad bei konstanten 13 bis 14 Grad Celsius und einer natürlichen Luftfeuchtigkeit von 90-95 %. Die Fässer werden aus Eichen der Umgebung gebaut, sind meist 20-40 Jahre alt, einige jedoch bedeutend älter. Sie werden nicht regelmäßig ausgetauscht,
sondern nur wenn notwendig repariert.
Die Vinifikationsmethoden in Massandra
entsprechen in sehr traditioneller
Weise denen von Port, Sherry und Madeira
in den entsprechenden Ländern.
1897 wurden in Massandra von Graf
Woronzow und Fürst Golizyn die ersten
Versuche unternommen, für den Hof
des Zaren die begehrten „edelsüßen“
Weine zu produzieren. Man erkannte
sehr bald, dass sich Klima und Boden
zwar auf das vorzüglichste für die Rebsorten
der westeuropäischen Vorbilder
eigneten, realisierte jedoch, dass die
kräftigen, gehaltvollen Weine durchaus
einen eigenen Charakter entwickelten.
Noch unter der Verwaltung des Fürsten
Golizyn war 1898 ein sehr fähiger
Mann, Alexander Alexandrowitsch
Yegorow, nach Massandra berufen worden.
Sein Enkel Yuri Yegorow ist heute
in dritter Generation Chef der Weinkellereien.
Voller Stolz durfte er in London
seine Weine präsentieren. Diese erstaunliche
Familientradition überstand
nicht nur die Revolution, sondern bis auf
den heutigen Tag auch den sowjetischen
Verwaltungsapparat – ein großer
Glücksfall für Massandra. Der Familie
Yegorow ist in erster Linie nicht nur die
außerordentlich beeindruckende Qualität
der Weine durch das Festhalten an
den traditionellen Vinifikationsmethoden
zu verdanken, sondern auch dasÜberleben des reichen Flaschenlagers,
das im Laufe der Geschichte öfters hätte
verloren gehen können.
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