Lassen Sie sich von der vielseitigkeit Sloweniens verzaubern!

LJUBLJANA, HAUPTSTADT
GORENJSKA, OBERKRAIN
PRIMORSKA, KÜSTENGEBIET
DOLENJSKA, UNTERKRAIN
ŠTAJERSKA, STEIERMARK
Weinland Slowenien
Weinland Slowenien
Übersicht Weinregionen
  Als Gott Sloweniens Landschaft schuf, bewies er wahrhaft eine glückliche Hand. Die Elemente Erde, Wasser, Luft und Sonne verflocht er kunstvoll miteinander, sodass sich diese Landschaft als vornehme „Gastgeberin der Qualitätsrebe“ offenbart.

Slowenien – das grüne Herz Europas – ist ein kleines Land in Mitteleuropa, eingebettet zwischen Alpengipfeln im Norden, der Adria im Süden, dem Karst im Südwesten sowie dem Pannonischen Becken im Osten. Sloweniens Fläche besteht zur Hälfte aus Wald, der andere Teil sind Wiesen, Äcker und Weingärten. Nicht zu Unrecht wird dieses Land das „Grüne Herz Europas“ genannt. Es hat etwa 2 Millionen Einwohner und grenzt an Österreich, Ungarn, Kroatien, Italien und die Adria.
Es erstreckt sich etwa 200 km weit von Ost nach West. Sloweniens reizvolle Landschaft zwischen Alpen, Weinland, Meer, Karst und sonnigen Hügeln zeigt sich äußerst abwechslungsreich.

Die Klimaeinflüsse reichen von mediterran über alpin bis zu pannonisch, was beste Voraussetzungen für den Weinbau schafft. In Slowenien treffen germanische, romanische und slawische Kultureinflüsse aufeinander und sie alle haben ihre Spuren hinterlassen. Das Land ist reich an Kulturdenkmälern und anderen Schätzen, die zum Teil noch gehoben und von Besuchern entdeckt werden wollen.

Ebenso entdeckenswert ist aber auch die Weinkultur Sloweniens. Inmitten des besagten Weinrebengürtels, zwischen 45,5° und 46,5° westlicher Breite, liegt das Weinland Slowenien. Demzufolge erstrecken sich die Weingärten Sloweniens in demselben Breitengrad wie die berühmten Weingärten von Burgund und Bordeaux in Frankreich, in einem Gebiet, wo das Klima vom Adriatischen Meer, den Alpen und der Pannonischen Ebene beeinflusst wird.

Die Tradition des Weinbaus in Slowenien lässt sich mehr als 2400 Jahre zurückverfolgen. Es waren die Kelten, von der Apenninenhalbinsel kommend, die die ersten Rebstöcke anbauten. Die römische Besiedlung beschleunigte die Entwicklung, insbesondere Veteranen der römischen Legionen, vor allem in der Gegend von Poetovium (Ptuj/Pettau). Weinbau und Kellerwirtschaft erreichten ein erstaunliches Niveau. Ausgrabungen beweisen die hohe Weinkultur in der römischen Zeit. Die Qualität pannonischer Weine wurde bereits von den römischen Schriftstellern Strabo und Dio Cassius gelobt, Plinius der Ältere erwähnte den Anbau im Karstgebiet und bezeichnete dessen Weine als Lebenselixier, ein Vorgänger des heutigen Teran.

Nach der Ansiedlung der Slawen im 6. Jahrhundert kam die Weinkultur fast zum Erliegen. Ein neuerlicher Aufschwung im Weinanbau erfolgte in Slowenien im 11. Jahrhundert in erster Linie durch die Kirche und ihre Orden und erreichte seinen Höhepunkt im 12. Jahrhundert. Bücher aus dem Mittelalter geben Zeugnis davon, dass Weine aus Slowenien am Hof in Wien sowie bei den Erzbischöfen in Salzburg sehr geschätzt waren.

Zur Weinkultur trugen einige bedeutende Männer bei, wie z. B. Erzherzog Johann. Er brachte viele neue Rebsorten nach Slowenien, kultivierte diese und gründete die erste „Steiermärkische Landes-Obst- und Weinbauschule“ in der Nähe von Maribor. J.W.Valvasor widmete sein berühmtes Werk „Die Ehre des Herzogtums Krain“ 1869 größtenteils dem Weinbau und der Landwirtschaft.

In den nachfolgenden Jahrhunderten wechselten sich Höhen und Tiefen in der Weinbauentwicklung ab. Nach der Reblausplage, der auch hier große Rebflächen zum Opfer fielen, kam der Weinbau nur langsam wieder in Schwung. Während des Ersten Weltkrieges, nach dem Zerfall der Monarchie sowie während des Zweiten Weltkrieges litt der Weinbau besonders stark. Nach 1945 war der Weinbau in den Händen der Weingenossenschaften und der Kellereien. Ende der 80er Jahre erfolgte unter den Winzern eine Bewegung in Richtung Selbstständigkeit. Neue Weinerfolge zeigt Slowenien seit der Gründung des neuen Staates 1991. Verstärkte Wiederanpflanzung war zu registrieren – eine Tendenz, die mit der erwarteten EU-Mitgliedschaft des Landes in Zusammenhang steht.

In den letzten 14 Jahren erlebte Slowenien einen enormen Aufschwung sowohl bei der Keller- und Technikmodernisierung als auch beim Flaschendesign. Die Weine erreichen internationale Anerkennung und für deren Qualität sprechen zahlreiche Prämierungen.
 
 
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